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Luxuslimousinen im Dienste des Kreuzes?

Die gotteslästerlichen Anmassungen der Ablasskrämer der Römischen Kirche erfüllten Luther mit Entsetzen. Später vor dem deutschen Reichstag sagte er dann: "Weil denn Eure Majestät und die Herrschaften eine einfache Antwort begehren, so will ich eine geben, die weder Hörner noch Zähne hat, dermassen: Wenn ich nicht durch Schriftzeugnisse oder helle Gründe werde überwunden werden (denn ich glaube weder dem Papst noch den Konzilien allein, weil feststeht, dass sie öfter geirrt und sich selbst widersprochen haben), so bin ich überwunden durch die von mir angeführten Schriften und mein Gewissen gefangen in Gottes Worten; widerrufen kann ich nichts und will ich nichts, weil wider das Gewissen zu handeln beschwerlich, unsicher und nicht lauter ist. Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen."

Das Missverständnis ist, dass wer eine bessere W#2-Verallgemeinerung durchsetzten kann, meint damit hätte er Machtansprüche an das Kollektiv. Der Autor dieser Zeilen ist erwiesenermassen am Masstab der Gesellschaft absolut unfähig und erfolglos im Bemühen auf der Ebene W#2 sozialkonforme Politik zu machen und hat persönlich auch noch keinen, für andere klar erkennbaren Weg aufgezeigt, die Virtualität W#0 zu transformieren, obwohl er ganz genau klarmacht, dass nur eine Wissenschaft#3 relevante Humansysteme ermöglicht, die keiner Willkür ausgeliefert sind. 

Dabei sind ihm die Sekten und Kirchen - übrigens sind dies nach deren eigener Definition ganz eindeutig ebenfalls Sekten  -  bei weitem überlegen. Das hier am Schluss geschilderte Beispiel ist nur weiterer Ausdruck dieser Tatsache und deshalb äusserst relevant für das System Kirche an und für sich. 

Jeder Versuch den Beweis dafür anzutreten, wurde bisher systematisch vereitelt oder verhindert, volkstümlich spricht man von Mobbing, ohne zu wissen, was das eigentlich ist und welche Konsequenzen es tatsächlich hat.

Der Weg ist aber systemtheoretisch völlig klar vorgezeichnet und lässt keine Zweifel mehr offen. Die Aufgabe ist es jetzt, dem voreingenommenen Zeitgeist eine Ausrede zu gestatten, um das Gesicht nicht zu verlieren und in Wahrheit das Leben erfüllen zu können. Ferner einen sicheren Spielraum zu bieten, der es ermöglicht, dem Spuk der W#2 wirklichkeitsgerecht entgegenzutreten und eine Verurteilung der Misstände mit einem sauberen Neuanfang zu verbinden. Es geht nicht um das Alte Testament und um Rache, sondern um das Neue Testament und um Sühne und Vergebung. Aber keine Vergebung ohne Sühne und Ablassbriefe für weitere Schweinereien, wie dies noch zu Luthers Zeiten offen praktiziert wurde und natürlich nie ganz aufgegeben wurde, um die teuflische Macht zu erhalten.

Tatsache ist, die Gesellschaft stösst immer mehr am Trend an und kann sich meist auf Grund wirtschaftlicher Sachzwänge nicht genügend potent verweigern, weil dies schlicht nicht mehr ausschliesslich in der Macht eines Einzelnen liegt, dem der Bezug zur Wirklichkeit konsequent genug verweigert wird.

Die W#2-Kirchen verhinderten dies zu jeder Zeit mit allen Mitteln und leugneten deren Existenz mit klaren, überzeugenden Konzepten und Sprachspielen, die Realität und Wirklichkeit gleichsetzten.

Dass auch die Organisation Kirche, wie nahezu alle W#2-Organisationen an Ermüdungserscheinungen leidet, zeigt sich schon rein optisch an einem senilen, greisen und kranken Führer, der mehr Mitleid erregt als einen Weg der Hoffnung aufzeigt. Er macht nur noch als Sorgeträger in Betroffenheit, wie der jämmerliche Rest der Welt. Da sich die Kirche mit dem Produkt Mensch beschäftigte, war Ihr Zyklus bereits nach Martin Luther zu Ende und auch nicht durch die Protestanten aufzuhalten gewesen, diese förderten mit ihrer Beliebigkeit vielmehr den Zerfall des Systems. Zu spät kam die Einsicht, dass das neue Zeitalter den mehr materiellen Produkten gehörte und nun geht auch dieses Zeitalter zu Ende.

Am Anfang war das Wort Gottes und am Ende ist wieder das Wort, allerdings ein anmassendes, menschgemachtes. Statt im Namen Jesu Volksverblödung und -verhetzung zu betreiben, wie im Oktober 2001 auf RTL und Pro7, wo auf subtile Art und Weise gegen den Islam gewettert wurde und sonst eigentlich nur noch negative Schlagzeilen um schwule Priester und Pfarrer zu machen, wäre tätige Reue angesagt.

Was heute Schlagzeilen macht, ist sicher nicht neu und dass seit Jahrhunderten Mägde und Knaben von Priestern und Mönchen missbraucht wurden und aus Angst vor deren Amtsgewalt geschwiegen haben auch nicht. Verständlich, wenn man sich vorstellt, dass alleine auf den Verdacht hin, jemand als Hexe gefoltert und verbrannt werden konnte. Die sogenannten Gottesurteile waren zudem von einer Perfidie, die selbst Adolf Hitler und seine Schergen nicht mehr überbieten konnten, z.B. gemäss Hexenhammer jemanden gefesselt in einen See zu werfen und wenn sie schwamm, war sie des Teufels und wurde ertränkt oder noch besser, es wurde jemandes Gewicht geschätzt, war sie dann beim Wiegen leichter, hiess dies meist zuerst Vergewaltigung, Folter und auf jeden Fall Verbrennung und alles im Namen des Herren. Das hätte selbst den gar nicht zimperlichen alten Römern die Schamröte ins Gesicht getrieben. Leider lastet diese Erbsünde immer noch auf der Organisation, weil man nie wirklich reinen Tisch im Filz gemacht hat und einen Galileo Galilei z.B. erst nach 300 Jahren ganz im Stillen rehabilitierte. Der wird sich im Himmel sicher gefreut haben darüber! All dies zementierte jedoch erfolgreich die Wissenschaft#2 in den Köpfen der Menschheit und verhinderte ebenso erfolgreich eine Wissenschaft#3, angefangen vom perversen, lebensfremden Zölibat, dem Eheverbot und des Verbot von Frauen im Priesteramt. 

Leider ist zu befürchten, dass die Kirche so sehr mit Ihrer Organisation und Formenwahrung beschäftigt ist, dass Sie nicht mehr merkt, was in der Welt gerade läuft und eine aktive Rolle zu spielen vermag. Der professionelle Umgang mit der Trauer eint zwar kurzfristig, wie nach dem Attentat von Zug am 27. September 2001, die Einheit ist jedoch ebenso schnell im Alltag wieder vergessen.

Wäre es nun aber nicht wirklich besser im W#3-Sinne des Herren und dank hervorragender W#3-Kompetenz und schier endlosem W#0 und W#2-Wissen wirklichkeitsgerecht und mit einer messbaren W#3-Ethik und Moral Gutes zu tun und vorbildlich miteinander auf Plattformen umzugehen? Hätte nicht die Kirche die Musse, Zeit, Mittel und Wege für etwas, was man von Hochschulen, Wirtschaft und Politik nicht mehr erwarten darf?

Damit ist nicht gemeint, wie in früheren, potenteren Zeiten der Kirche, ganze Kontinente im Namen des Herrn zu bestehlen, den Sklavenhandel zu fördern, die ethnische Säuberung des Amerikanischen und Australischen Kontinents von seinen Ureinwohnern zu subventionieren, Waffen zu segnen, Regierungen zu Unterstützten, die keine Menschenrechte schützen, Regierungen von Entwicklungsländern nach belieben auszuwechseln und zu finanzieren, Drogenbarone zu schützen und beispielsweise über die Vatikanbank IOR "Istituto per le Opere di Religione" zusammen mit der inzwischen konkursiten Banco Ambrosiano mit dem Geheimbund P2 und der Mafia undurchsichtige Geldwäschereigeschäfte abzuwickeln. Hier deshalb einige Bücher im Zusammenhang mit Kirche, die Sie unbedingt lesen sollten, die Rückschlüsse daraus überlassen wir Ihnen gerne selbst:

 

          


        

Aber selbst in diesem kriminellen Bereich der Geschichte ist die Kirche ein Greis mit wackeligem Zahnersatz geworden, weil das W#2-Management wie in der Privatwirtschaft nur noch virtuell reden und Rahmenbedingungen sowie Prozesse vorbereiten kann und bei der Multiplikation von Objectives bereits versagt. So fällt es zunehmend auf Gauner des selben Kalibers herein und ist nicht mehr zur klaren Differenzierung fähig. Selbst ein Teil dieses Spiels geworden, werden jetzt Priester an Höheren Wirtschaftsschulen mit Steuergeldern in "modernem" Management ausgebildet. Vor allem aber Marketing und P.R. der Kirchen ist etwas vom Dilettantischsten, was sich eine Organisation mit dieser enormen Finanzkraft leistet. Kein Wunder haben dynamische, schlanke Sekten Hochkonjunktur und Zulauf.

Genauso wie für Jan Hus, den die Kirche 1415 am Konzil in Konstanz verbrennen liess, oder Martin Luther gibt es für uns aber kein Zurück, weil dies schlicht gegen die Gesetze der "Physik des Lebens" verstösst und selbstzerstörerischen Charakter hätte. Dies kann mit den Erkenntnissen der W#3 heute mit absoluter Gewissheit gesagt werden und ist nun jederzeit schlüssig nachweisbar, während sich viele andere Wissenschaften schamlos der W#2-non sequitur und wertezerstörender Mystik bedienen, statt im Hinblick auf Lebenserfüllung zu messen. Dazu gehört leider auch die moderne Theologie der virtuellen Beliebigkeit.

In diesem Sinne geht es also um sehr viel mehr, als um einen verlogenen Ökumenischen Dialog mit versteckten Absichten der Landeskirchen untereinander, es geht um grundsätzliche W#3-Neuausrichtung an den §0-Masstäben des Herren und als Geschöpfe eines Schöpfers in einer Schöpfung und nicht weiterhin um kommandieren, kontrollieren und kommunizieren, wie dies heute die Mehrheit in der überalterten Kirche immer noch meint und die Jungen können sowieso nicht mehr als schöne W#0-Formen darin erkennen.

Dekan Markus Steiner

Dass die Eiterbeule der Wissenschaft#2 überall am Platzen ist, belegt auch ein Fall, in welchem der Dekan des Klosters Einsiedeln Markus Steiner und der Zürcher Uni-Professor Ernst Zeller verwickelt sind. Diese irregeleiteten "Schafe im Namen des Herren" liessen sich mit dem Ostdeutschen Elektromonteur Stephan Michalke ein, der massgeblich für die Pleite beim Kolping Sachsen e.V. verantwortlich ist und sind als Verwaltungsräte der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG somit mitverantwortlich für den grössten Finanzskandal Ostdeutschlands, mit einem Verlust von immerhin zwischen 180 und 240 Millionen DEM. Also auch in dieser Disziplin wollen die Kirchen immer noch mithalten und ihre Werke schrecken nicht davor zurück, durchaus weltlich und gemessen am Zeitgeist zu funktionieren. Selbst das Management fährt standesgemäss in Luxuslimousinen, wie bei erfolgreichen Sekten üblich, während das einfache Volk immer noch keinen Weg im Umgang mit der Wahrheit über die Realität kennt, um sein Leben zu erfüllen.

Will dieses System noch einigermassen glaubwürdig bleiben, so müssen endlich diese angeblich ahnungslosen Mittäter schonungslos zur Rechenschaft gezogen werden, ohne sich mit billigen Rechtfertigungen und Gegendarstellungen in der Presse aus der Affäre zu ziehen. Dies ist keine Frage von Meinungen und Entschuldigungen auf Kosten der Anderen, sondern von Fakten und wirklichkeitsgerechten Tatsachen. Wer hat was verursacht, wer profitiert davon am Meisten und welches sind die Auswirkungen dieses Tuns. Wir erlangen schonungslose Verurteilung der Schuldigen und Offenlegung aller Fakten.

Universität Zürich   Kloster Einsiedeln

Die Frage bleibt, wie viel Virtualität können sich die sogenannt christlichen Kirchen mit ihrem ethischen Sonderstatus noch leisten und wie lange noch eine saubere Ethikdefinition verhindern? Und warum beschäftigen sie sich mit Geschäften, die sie offenbar nicht mehr durchschauen können? Warum beschäftigen sich ihre Führer stärker mit der Wahrung von personen-neutralen Formen und nicht mit persönlich-relevanten Inhalten und den für jede Person guten Willens verständlichen und messbaren, göttlichen Masstäben? Doch dies kann man natürlich nur, wenn man nicht den anmassenden Anspruch auf Gottes Stellvertretung auf Erden hat, sondern sich als dessen Diener sieht und dessen Worte nachhaltig, sinnvoll zur Erfüllung bringt. Darin liegt die eigentliche Aufgabe der Definition von Ethik als Aufgabe der Kirche und nicht in der perfekten Psychologie der Manipulation mit versteckten Absichten. Das war doch wohl mit ein Grund für Jesus Zorn im Tempel, aus welchem er die Händler vertrieben hat, und für Huldrych Zwinglis Reformation in einer Zeit der Völlerei und Abzockerei in Zürich?


Statt lebenserfüllenden Plattformen unterstützt die Kirche auch weiterhin Tafelrunden, Konzilien, Diskussionen über Ethik und Organisationen, die den Begriff Ethik mit Füssen treten und nicht annähernd das Unrecht unserer Gesellschaft und insbesondere auch der eigenen Kirchen wettmachen. Bei den kirchlichen Hilfswerken handelt es sich um weniger als die Zinsen, die man von zusammengestohlenen Werten wieder verteilt und laufend kommt ja noch eine Speisung durch aktuelle Spenden hinzu. Es ist absolut verlogen und scheinheilig ständig und nur zum Schutz der Organisation Kompromisse einzugehen. Dabei aber "Konkurrenten" nach dem gleichen, miesen Strickmuster zu diffamieren. Gerade auch, wenn man bedenkt, wie viele Millionen Menschen im Namen der Kirchen ihr Leben lassen mussten und müssen und welchen Reichtum die Kirchen bisher in 2'000 Jahren ergaunert haben. So sind alle modernen Sekten kleine Fische und wohl kaum Konkurrenz. Beides ist jedoch erfolgreich zu überwinden, wenn unser Planet eine Zukunft haben soll. Jetzt wäre es deshalb an der Zeit, etwas von diesem Reichtum zurückzugeben und in der Ausrichtung auf eine wirklich Neue Weltordnung etwas wieder gut zu machen.   


Den wachsenden Fundamentalismus im Islam wird man mit Kriegen wohl nicht bekämpfen können, aber vielleicht mit neuen Ansätzen des Zusammenlebens im Christentum selbst? Ist die christliche Kirche nicht mehr lernfähig, so wäre diese Entwicklung sogar von Vorteil, würde Sie unter Umständen neue christliche Kräfte wachrütteln und eine echte Reformation bewirken.

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